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Tierschutzverein Unna e.V.

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Richtig helfen bei jungen Wildtieren

PostDateIconMontag, den 16. Mai 2011 um 17:11 Uhr |

Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes e.V. vom 12.05.2011

Gerade jetzt in den Frühlingsmonaten können in Parkanlagen und im Wald oder aber im eigenen Garten Jungtiere heimischer Tierarten beobachtet werden. Der Deutsche Tierschutzbund weist jedoch darauf hin, dass dieser tierische Nachwuchs nur selten die Hilfe des Menschen benötigt. In Zweifelsfällen sollte fachkundiger Rat eingeholt werden, denn eine unnötige Aufnahme schadet dem Tier. Der    Deutsche    Tierschutzbund,    aber    auch    die    örtlichen Mitgliedsvereine, können beraten.


Wer ein Jungtier findet, sollte es zunächst nicht anfassen, sondern nur in einem ausreichenden Abstand beobachten. In der Regel findet das Junge wieder zur Mutter – oder umgekehrt. Der überwiegende Teil der gefundenen Jungtiere benötigt keine menschliche Hilfe, sondern ist in der Natur besser aufgehoben. Nackte Jungvögel, die aus dem Nest gefallen sind, sollten allerdings zurückgesetzt werden.


Befiederte Jungvögel, die noch nicht fliegen können, aber am Straßenrand herumhüpfen, können vorsichtig an einen sicheren Ort in der Nähe gebracht werden – beispielsweise ein abseits der Straße gelegenes Gebüsch. Dabei ist darauf zu achten, dass der Jungvogel in direkter Nähe zum Fundort bleibt. Vögel stören sich nicht am menschlichen Geruch, so dass die Jungtiere nach dem Umsetzen weiter von Alttieren versorgt werden. Auch bei den meisten Säugetieren stellt der menschliche Geruch keinen Grund für die Elterntiere dar, die Jungtiere nicht weiter zu versorgen – Rehkitze oder Hasen, die besonders oft eingesammelt werden, können auch noch nach bis zu 48 Stunden nach Aufnahme zurückgebracht werden. Dabei sollte fachkundiger Rat, z. B. beim Tierschutzverein, eingeholt werden.


Prinzipiell aber gilt: Ist ein Jungtier eindeutig nicht in der Lage – auch nicht durch eine eventuelle Zufütterung vor Ort – allein zu überleben, ist rasche Hilfe notwendig und richtig. Allerdings sollten sich keinesfalls Laien daran versuchen, ein Jungtier zu päppeln oder ein offensichtlich krankes Tier zu behalten. Vielmehr sollte sofort eine spezielle Auffangstation für Wildtiere kontaktiert werden, die das Tier aufnehmen kann. Auch die Auswilderung der Tiere muss so vorgenommen werden, dass die Tiere eine reelle Chance haben, um sich in freier Natur zu behaupten. In keinem Fall sollten Wildtiere in Privathaushalten bleiben. Die Aufzucht in Menschenhand ist immer die Notlösung.


Das Tier-, Natur- und Jugendzentrum des Deutschen Tierschutzbundes in Weidefeld (Schleswig-Holstein) dient unter anderem als Auffangstation für beschlagnahmte oder verletzte Wildtiere. Dort kümmert man sich professionell um solche tierischen „Problemkinder“.

 

Frühjahr: Tierheime kämpfen mit „Katzenschwemme“

PostDateIconMontag, den 16. Mai 2011 um 17:06 Uhr |

Pressemeldung des Deutschen Tierschutzbundes e.V. vom 03.05.2011

 

In diesen Tagen werden die meisten Jungkatzen geboren. Der Deutsche Tierschutzbund und die ihm angeschlossenen über 500 Tierheime befürchten auch für 2011 eine „Katzenschwemme“. Für die Tierheime ist diese Situation kaum noch zu bewältigen. Pro Jahr werden mehr als 130.000 Katzen in den Tierheimen aufgenommen, unzählige frei lebende Katzen an Futterstellen betreut. Eine Umfrage unter den Tierheimen belegt, dass die Vermittlung von Katzen, besonders von älteren Tieren, schwieriger wird. In der Folge steigen die Verweildauer der Tiere in den Tierheimen und die damit verbunden Kosten. Um die unkontrollierte Vermehrung von Katzen zu verhindern, appelliert der Verband daher an alle Katzenbesitzer, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Das hilft auch, die wachsende Zahl an frei lebenden Katzen zu begrenzen. Denn letztlich stammen diese Tiere von unkastrierten Katzen aus Privathaushalten ab.


Katzen können im Jahr zwei bis drei Mal jeweils vier bis sechs Junge bekommen, wenn sie nicht kastriert sind. Das Schicksal vieler neugeborener Kätzchen ist ungewiss. Sowohl die Nachkommen von Katzen aus dem Privathaushalt als auch die von frei lebenden Katzen landen oftmals im Tierheim. Da die Vermittlungschancen von Katzen laut einer Umfrage in den Tierheimen gesunken sind und sich die Verweildauer der Katzen dadurch erhöht hat, wurde 2010 ein trauriger Höchststand an Katzen in deutschen Tierheimen erreicht.


„Um die immer größer werdende Population frei lebender Katzen dauerhaft kontrollieren und das damit verbundene Katzenelend beenden zu können, ist die Kastration der einzige Weg. Das gilt für die frei lebenden, aber im Besonderen auch für Hauskatzen mit Freigang“, so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, und: „Bund, Land, aber auch die Kommunen müssen sich ihrer Verantwortung stellen“. Der Verband hat Bundesministerin Ilse Aigner den Entwurf einer    Katzenschutzverordnung    übermittelt.    Ziel:    Verbindliche Regelungen für die Haltung und den Umgang mit Katzen sowie eine Kastrationspflicht als Instrument gegen die ungewollte Vermehrung. Zudem unterstützt der Verband seine Mitgliedsvereine bei den Aktivitäten auf Landes- und kommunaler Ebene.


Neben der Kastration rät der Deutsche Tierschutzbund auch dringend dazu, jede Katze eindeutig mit einem Mikrochip zu kennzeichnen und beim    Deutschen    Haustierregister    (www.registrier-dein-tier.de) kostenfrei eintragen zu lassen. Nur so kann das Tier bei Verlust eindeutig identifiziert und dem Besitzer zurückgeführt werden.

 

Katze nach 16 Tagen vom Tierschutzverein Unna aus Luftschacht gerettet

PostDateIconDienstag, den 23. Februar 2010 um 20:25 Uhr |

Katze nach 16 Tagen vom Tierschutzverein Unna aus Luftschacht gerettet

Am 10.02.2010 wurde die Vorsitzende des TSV Unna e.V. durch einen Zeitungsartikel aufmerksam, dass die Feuerwehr ohne Erfolg versucht hatte, eine Katze aus einem Abluftrohr herauszulocken, aber unverrichteter Dinge abziehen musste?. Sie hätte das Rohr aufstemmen müssen, um an die Katze zu gelangen. Der TSV Unna wollte die Sache so nicht hinnehmen, das Leben eines Tieres war in Gefahr. Am nächsten Tag erschien ohne Wissen des TSV dann ein Zeitungsartikel in der WR, dass der Tierschutzverein sich der Sache angenommen hätte. Die Katze sei aber vermutlich schon aus dem Abluftrohr geflohen. Diese Vermutung teilte der TSV keinesfalls, denn offensichtlich bestand für das vermutlich durch ein fehlendes Schutzgitter in einen ca. 4 - 5 m tiefen Schacht gefallene Tier überhaupt keine Chance herauszukommen. Die Klagelaute des Tieres waren gehört worden und eine tierliebe Frau fütterte das Tier, indem sie Futter in einem Eimer den Schacht hinunterließ,. Der Hausmeister und tierliebe Menschen versuchten alles in ihren Kräften stehende um dem Tier zu helfen und hatten wohl auch die Feuerwehr gerufen. Nachdem diese unverrichteter Dinge abgezogen war, wurde vom TSV alles Erdenkliche unternommen, um das Tier zu retten. Dieses bedauernswerte Wesen saß da schon seit Tagen in dem Schacht. Bei ihren Bemühungen erhielten die Mitglieder des Tierschutzvereins großzügige Unterstützung von tierlieben und hilfsbereiten Menschen. Dank einer Kanaltechnikfirma wurde außerdem eine Kamerabefahrung des Luftschachtes ermöglicht, Leider auch ohne Ergebnis, denn das Tier war nicht ausfindig zu machen. Auch eine speziell vom TSV angefertigte Katzenleiter, die in den Schacht gesetzt wurde, brachte keinen Erfolg. Allerdings wurde das weiterhin durch einen Eimer in den Schacht herabgelassene Futter stets gefressen. Der TSV bekam am 15.02.10 die Genehmigung des Hausbesitzers und Hilfe durch dessen Hausmeister, den durch eine Garage führende senkrecht in den Boden gehenden Luftschacht in Bodenhöhe aufzustemmen. Mit gut gefüllten Futternäpfen wurde über 2 Tage die Katze zu den Näpfen in die Garage gelockt. Am 18.02. wurden die Futternäpfe dann von Udo Horn, dem Tierheimleiter des TSV Unna, in eine von ihm aufgebaute Lebendfalle gesetzt. Nach schlaflosen Nächten der Tierschützer endlich konnte Udo Horn am 19.02.10 morgens Entwarnung geben. Die Kätzin war in die Falle gegangen und konnte nun von ihm zur tierärztlichen Versorgung gebracht werden. Erstaunlicherweise hatte das bedauernswerte Tier seine Leidenszeit ohne großen körperlichen Schaden überstanden.

In der Tierrettungsstation ‚Johanna Winterkamp‚ des Tierschutzvereins Unna e.V., Am Stuckenberg 1, in Unna-Massen, bemühen sich alle Betreuer liebevoll um die gerettete Katzendame und hoffen, dass sie auch ihre Ängste und ca. 16-tägige Leidenszeit bald vergisst und dass hoffentlich schnell auch ihre ‚Dosenffner‚ gefunden werden und sie in ihr Zuhause zurückgegeben werden kann.

Auskünfte erteilt gern der Tierschutzverein Unna e.V. unter der Ruf-Nr. 02303-62765.

 

 

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